Wafios Reutlingen
Effizienzhausstandard in historischen Industriegebäuden
Am Stadtrand von Reutlingen, knapp unter der Achalm liegt ein architektonischer Zeitzeuge der industriellen Moderne. Vor mehr als 100 Jahren wurden hier von der Wafios AG die ersten Maschinen zur Draht- und Rohrverarbeitung entwickelt. Die einstige Gründerhalle ist heute Teil eines zukunftsorientierten E-Mobilitäts-Campus. Hier entstehen innovative Lösungen für das Biegen von elektrischen Leitern, die in der Elektromobilität ihren Einsatz finden. Nach Jahren des Stillstands wurde das Gebäude umfassend revitalisiert – auf mehr als 1.200 m² sind moderne Büro- und Produktionsflächen entstanden, die dem Standort neues Leben einhauchen.
Im Zuge der Urbanisierung und zunehmenden Flächenversiegelung sind Industrieflächen heute nicht mehr in dem Maße verfügbar, wie sie es früher waren. Statt Neubau rücken Sanierung und Umbau von Bestandsgebäuden wieder in den Fokus vieler Eigentümer – sei es zur Reduzierung von Betriebskosten, zur Erfüllung aktueller Auflagen oder als Investition in den langfristigen Werterhalt.
Die modernisierte Gründerhalle der WAFIOS AG in Reutlingen zeigt, wie sich historisch gewachsene Industriearchitektur mit heutigen Anforderungen an Komfort, Energieeffizienz und Arbeitssicherheit vereinen lässt.
Vor mehr als 100 Jahren wurden hier von der Wafios AG die ersten Maschinen zur Draht- und Rohrverarbeitung entwickelt.
Blendfreies natürliches Tageslicht
Ein zentrales Element der Sanierung war die Erneuerung des über 36 m langen Oberlichtes. Das in die Jahre gekommene Lichtband aus Drahtglas erfüllte nicht mehr die aktuellen Anforderungen an Sicherheit, Energieeffizienz und Helligkeit.
Die Lösung: das anpassungsfähige Pfosten-Riegel-System Glasline von INDU LIGHT. Ausgestattet mit einer Sonnenschutzverglasung erfüllt das Lichtband gleich mehrere architektonisch wie funktional anspruchsvolle Anforderungen. Glasline kann je nach Ausführung sogar für Gebäude im Passivhausstandard eingesetzt werden. In diesem Projekt wurde eine hochdämmende opale Dreifachverglasung mit einem Ug-Wert von 0,7 W/(m²K) von INDU LIGHT realisiert.
Durch eine spezielle Oberflächenbehandlung der Scheiben wird eine weiche, homogene Lichtstreuung erzielt. So wird der Innenraum mit angenehmem Tageslicht versorgt – ohne harte Schatten oder das Risiko der Blendung. Gleichzeitig fungiert die opale Verglasung auch als effektiver Sichtschutz von außen, was insbesondere in Bereichen mit sensibler Nutzung – etwa in der Forschung oder Produktentwicklung – eine zentrale Rolle spielen kann. So entsteht eine lichtdurchflutete, aber abgeschirmte Arbeitsumgebung, die Diskretion und Offenheit in idealer Weise verbindet.
Nicht nur energetisch, sondern auch sicherheitstechnisch ist das historische Industriegebäude auf dem neuesten Stand. Im Zuge der Sanierung wurde ein vollständiges Lüftungs- und Brandschutzsystem von INDU LIGHT integriert. Neun Draco-Lüftungsflügel gewährleisten die Frischluftzufuhr auf Knopfdruck und dienen zugleich als natürliche Rauch- und Wärmeabzugsgeräte im Lichtband. Zwei Lichtkuppeln vom Typ Libra versorgen die Treppenhäuser mit Licht und Luft und sorgen im Brandfall für rauchfreie Flucht- und Rettungswege.
Durch die umfassende Sanierung der Gebäudehülle in Verbindung mit einer modernen Wärmepumpe, der Nutzung geothermischer Energie sowie dem Einsatz einer Photovoltaikanlage erreicht das historische Gebäude den Effizienzhaus 55EE-Standard. Das Ergebnis: ein hoher Grad an Energieautarkie und reduzierte Betriebskosten in einem Gebäude von 1924. Mehr Tageslicht, weniger Energieverbrauch!
Der Innenraum wird mit angenehmem Tageslicht versorgt – ohne harte Schatten oder das Risiko der Blendung.
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